Teilnahmebedingungen und rechtlicher Hinweis

Diese Teilnahmebedingungen gelten für alle Teilnehmer*innen der Ferry Porsche Challenge 2022.

  1. Bewerbung
    Die Bewerbung erfolgt ausschließlich über das Online-Anmeldeformular auf der Webseite.

    • Teilnehmen können alle kleinen und großen Sportvereine aus Baden-Württemberg und Sachsen oder im Rahmen einer Kooperation zwischen Baden-Württemberg/Sachsen und einem anderen Bundesland.
    • Der Sportverein sollte sich dabei aktiv für Menschen mit Behinderung einsetzen, eine inklusive Vereinskultur leben und in diesem Sinne nachhaltige inklusive Angebote im Sport schaffen oder ausbauen wollen.
    • Die Gemeinnützigkeit des Sportvereins muss dabei garantiert sein.
    • Pro Sportverein kann nur eine Bewerbung eingereicht werden.
    • Beispielhafte Themenfelder sind:
      • Aufklärungsarbeit
      • Stärkung der Teilhabe
      • Barrierefreiheit
      • Kooperationen
  2. Zugelassene Sportarten
    Zur Ferry Porsche Challenge 2022 zugelassen sind alle Sportarten, die den Aufnahmekriterien für Mitgliedsorganisationen im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) entsprechen. Folgende Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein:

    • Die Ausübung der Sportart muss eine eigene, sportartbestimmende motorische Aktivität eines jeden zum Ziel haben, der sie betreibt.
      Diese eigenmotorische Aktivität liegt insbesondere nicht vor bei Denkspielen, Bastel- und Modellbautätigkeit, Zucht von Tieren, Dressur von Tieren ohne Einbeziehung der Bewegung des Menschen und Bewältigung technischen Gerätes ohne Einbeziehung der Bewegung des Menschen.
    • Die Ausübung der eigenmotorischen Aktivitäten muss Selbstzweck der Betätigung sein.
      Dieser Selbstzweck liegt insbesondere nicht vor bei Arbeits- und Alltagsverrichtungen und rein physiologischen Zustandsveränderungen des Menschen.
    • Die Sportart muss die Einhaltung ethischer Werte wie z.B. Fairplay, Chancengleichheit, Unverletzlichkeit der Person und Partnerschaft durch Regeln und/oder ein System von Wettkampf- und Klasseneinteilungen gewährleisten.
      Dies ist nicht gegeben insbesondere bei Konkurrenzhandlungen, die ausschließlich auf materiellen Gewinn abzielen oder die eine tatsächliche oder simulierte Körperverletzung bei Einhaltung der gesetzten Regeln beinhalten.
      (Quelle: Aufnahmeordnung des DOSB, § 3 Sportliche Voraussetzungen)
  3. Teilnahmeausschlusskriterien
    Folgendes wird durch die Challenge nicht gefördert:

    • Einzelpersonen/Einzelhilfen
    • Verwaltungskosten
    • Darlehen, Kredite, Bürgschaften, Tauschgeschäfte
    • Nicht gemeinnützige Zwecke
  4. Die Bewerbungen werden mit Hilfe folgender Kriterien bewertet:
    • Relevanz des Projektes für die Inklusion im Sport
    • Wie wird Inklusion im Verein verankert/Vereinskultur/ Willkommenskultur
    • Mitgestaltung von Menschen mit Behinderung/Wie werden Menschen mit Behinderung in dem Projekt involviert
    • Gleichberechtigung
    • Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Behinderung
    • Innovation und Kreativität
    • Übertragbarkeit, Potential für andere Sportstätten
    • Förderbedarf
    • Gesamteindruck
  5. Ablauf der Challenge
    • Die Ferry-Porsche-Stiftung prüft alle eingegangenen Bewerbungen zunächst anhand der Teilnahme- und Förderbedingungen. Im Anschluss werden zugelassene Bewerbungen mithilfe eines Punktesystems bewertet. Dieses basiert auf den in Punkt 4 genannten Kriterien. Die 29 Projekte mit den meisten Punkten ziehen ins Finale ein.
    • Nominierte Sportvereine stellen ihr jeweiliges Projekt anschließend im Rahmen einer Digitalveranstaltung vor einem Expertenkreis vor. Dieser setzt sich aus Fachexperten zum Thema Inklusion und Sport und dem Vorstand der Ferry-Porsche-Stiftung zusammen. Die digitalen Projektvorstellungen finden im April 2022 statt.
    • Der Expertenkreis gibt Empfehlungen für die Platzierungen der 29 Nominierten an die Jury. Diese besteht aus dem Kuratorium der Ferry-Porsche-Stiftung, den Oberbürgermeistern der Städte Stuttgart und Leipzig sowie den Chefredakteuren der Medienpartner der Ferry Porsche Challenge. Die Jury entscheidet auf Basis der Expertenempfehlungen und Förderkriterien der Stiftung, welche 19 Projekte platziert und gefördert werden. Die Oberbürgermeister der Städte Leipzig und Stuttgart sowie die Chefredakteure der Medienpartner nehmen dabei eine beratende Funktion ein. Die endgültige Entscheidung über die Platzierungen trifft das Stiftungskuratorium der Ferry-Porsche-Stiftung.
    • Bei einer Preisverleihung im Sommer 2022 werden die Preisträger ausgezeichnet.
  6. Förderungen
    • Inklusionsanschub: Die 30 ausgeschiedenen Projekte mit den höchsten Bewertungen werden mit einem Inklusionsanschub in Höhe von jeweils bis zu 2.500 Euro gefördert.
    • Nominierte: Alle für das Finale nominierten Sportvereine, die nicht zu den 19 Preisträgern gehören, erhalten eine Förderung über jeweils bis zu 10.000 Euro.
    • Preisträger: 17 Sportvereine werden von der Jury für die Platzierungen ausgewählt. Acht Projekte (3. Platz) werden mit jeweils bis zu 25.000 Euro gefördert. Sechs Projekte (2. Platz) werden mit jeweils bis zu 50.000 Euro gefördert. Drei Projekte (1. Platz) werden mit jeweils bis zu 75.000 Euro gefördert.
    • Sonderpreis: Die Jury prämiert zusätzlich zwei herausragende Projekte mit einem Sonderpreis. Diese erhalten jeweils einer Förderung über bis zu 50.000 Euro.

Rechtliche Hinweise

    1. Die Ferry Porsche Challenge 2022 ist ein Aufruf an Sportvereine, sich mit geeigneten Projekten um eine Förderung zu bewerben. Die Ferry Porsche Challenge ist keine Auslobung von Fördermitteln und begründet auch keinen anderen Rechtsanspruch auf Stiftungsleistungen. Die Vergabe von Spenden oder anderen Mitteln an Teilnehmer der Ferry Porsche Challenge 2022 oder die Prämierung von besonders wertvollen Projekten steht im freien Ermessen der Ferry-Porsche-Stiftung, die im Rahmen der Ferry Porsche Challenge von einer Jury beraten wird. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
    2. Förderanträge zur Teilnahme an der Ferry Porsche Challenge 2022 sind bis spätestens 06. Februar 2022 einzureichen. Die Einsendung des Online-Förderantrages gilt als Einverständniserklärung zur Teilnahme an der Ferry Porsche Challenge 2022. Damit erkennen die Teilnehmenden die hier aufgeführten Bedingungen als verbindlich an. Die eingereichten Materialien werden nicht zurückgesendet. Bewerbungen in anderer als der oben beschriebenen Form sowie unvollständig ausgefüllte Bewerbungsformulare können nicht berücksichtigt werden.
    3. Die Teilnehmenden sind für die Richtigkeit der eingereichten Daten im Rahmen und im Zusammenhang mit dem Förderantrag verantwortlich und verpflichten sich, nur Inhalte einzusenden, über deren Rechte sie verfügen und an welchen keine Rechte Dritter bestehen. Die Ferry-Porsche-Stiftung kann die eingereichten Beiträge wie Personen- und Projektdaten, Fotos, Videos und ggf. weiteres Bildmaterial im Rahmen der Abwicklung der Ferry Porsche Challenge verwenden. Jeder Teilnehmer räumt der Ferry-Porsche-Stiftung die hierfür erforderlichen zeitlich und räumlich unbeschränkten Nutzungsrechte an den eingesandten Fotos, Videos etc. zur Verwendung im Rahmen der Ferry Porsche Challenge und der Berichterstattung darüber ein. Insbesondere gilt Folgendes: Alle Personen und Projekte, die sich für die Ferry Porsche Challenge anmelden, können in Publikationen, z.B. in Form eines Kurzportraits, dargestellt werden. Dabei können insbesondere Name und Ort des Projektes, eine kurze Projektbeschreibung, Bildmaterial sowie die Namen der Teilnehmer genannt werden. Solche Publikationen sind unter anderem: Die Website der Ferry-Porsche-Stiftung, Präsentationen, Pressemeldungen, Beiträge in den Medien und auf Social-Media-Kanälen sowie weitere Informationsträger, soweit diese zum Zweck der Dokumentation und Berichterstattung über die Ferry Porsche Challenge eingesetzt werden.
    4. Leistungen der Ferry-Porsche-Stiftung erfolgen zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke im Rahmen ihres satzungsmäßigen Auftrags. Gegebenenfalls wird eine Fördervereinbarung abgeschlossen, um die zweckgebundene Mittelverwendung sicherzustellen.
    5. Um Interessenskonflikte zu vermeiden, sind Organisationen von Personen mit familiären Beziehungen ersten Grades zu Verantwortlichen der Ferry Porsche Challenge, Expertenkreis- und Jurymitgliedern ebenso von der Teilnahme ausgeschlossen, wie Organisationen von Personen mit geschäftlichen Beziehungen zu einem Unternehmen der Jury-Mitglieder.
    6. Es ist vorgesehen, dass die im Rahmen der Ferry Porsche Challenge 2022 erfolgenden Förderzusagen im Rahmen einer Veranstaltung öffentlich bekanntgegeben werden. Dabei sollen einzelne auf Empfehlung der Jury ausgewählte Projekte besonders prämiert werden. Die Teilnehmenden sind bereit, an dieser Veranstaltung teilzunehmen oder einen Vertreter zu entsenden.
    7. Die Teilnehmenden der Ferry Porsche Challenge haben sämtliche mit der Teilnahme verbundenen Kosten selbst zu tragen, insbesondere Aufwendungen wie Übernachtung, Anfahrt etc.
    8. Die Ferry-Porsche-Stiftung behält sich vor, die Ferry Porsche Challenge zu jedem Zeitpunkt ohne Vorankündigung und ohne Angabe von Gründen abzubrechen oder zu beenden, den derzeit vorgesehenen Ablauf zu verändern oder einzelne Projekte nicht weiter im Rahmen der Ferry Porsche Challenge zu bewerten. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Teilnahme an der Ferry Porsche Challenge.