Eine Initiative der

Uni Leipzig Haptik-Labor – Neo-Takt

Stadtgebiet Leipzig
Förderschwerpunkt
Bildung & Wissenschaft
Projektbeschreibung

Zu früh geborene Kinder leiden oft unter lebensbedrohlichen Atemaussetzern, weil die Lungen und das Atemzentrum noch nicht richtig ausgereift sind. Diese können fünf bis 20 Mal in der Stunde auftreten. Wenn diese Atemaussetzer nicht sofort behandelt werden, kann das Kind an Sauerstoffmangel sterben. Im klinischen Alltag werden in diesen kritischen Phasen die Füße des Frühgeborenen leicht massiert. Durch die Stimulation beginnt das Kind wieder selbständig zu atmen. Um den Zeitraum von Eintritt der Atemstillstandphase bis zur Behandlung zu verringern, möchte das Haptik-Labor der Uni Leipzig mit dem Projekt Neo-Takt eine technische taktile Fußstimulation entwickeln. Das Projekt teilt sich in drei Phasen: die Entwicklung eines Modellfußes, die Untersuchung des Zeitmanagements und die Entwicklung der Fußmanschette. Der Modellfuß dient zur Messung von Druckstärke und -frequenz der vom Personal durchgeführten Massage. Die Untersuchung des Zeitmanagements soll den Ablauf der Atemstillstandphase durch Bilder, Sauerstoffsättigung, Herz- und Atemfrequenz analysierbar machen. Die Daten der ersten beiden Phasen werden anschließend für die Entwicklung der Fußmanschette genutzt.

Die Universität Leipzig wurde 1409 gegründet und gehört zu den forschungsstarken medizinischen Universitäten in Deutschland. Sie bietet eine Fächervielfalt von Geistes- und Sozialwissenschaften, Natur- und Lebenswissenschaften. Das Haptik-Labor befasst sich mit dem Thema Tastsinn und Berühren und forscht auf diesem Gebiet.